Kapitel 1
Ich lag auf meinem Bett und starrte an die kleinen,
fast unsichtbaren Risse an der Zimmerdecke, während ich mich meinen
düsteren Gedanken widmete. Die Stimme von Pink dröhnte durch die
Kopfhörer in meinem Ohr, sie schmetterte ihren traurigsten Song mit
einer unendlichen Hingabe. Ja, ich badete im Selbstmitleid?!
Zwei
Wochen noch bis zum Ende der Ferien, dann würde ich mein neues Leben
beginnen. Seufzend schaute ich zu meinem halb fertig gepackten Koffer,
der wie bestellt und nicht abgeholt in der Ecke stand und darauf
wartete, gefüllt zu werden.
Ich ließ den Blick durch mein Zimmer
gleiten und die Atmosphäre auf mich einwirken. Die Wände waren in warmen
Orangetönen gestrichen, und auf dem Regal zwischen der
Glasfiguren-Sammlung und dem Schreibtisch gegenüber meinem Bett türmten
sich unzählige Bücher und Zeitschriften. Es war schon das zweite
Zuhause, das ich bald verlassen musste. Ich stand schwerfällig von
meinem breiten Bett auf, schlenderte zu dem Bücherstapel und zog ein
uraltes, zerfleddertes Kinderbuch hervor. Staub kitzelte in meiner Nase
und ich konnte gerade noch ein Niesen unterdrücken. Das Buch handelte
von der kleinen Fee Trixi. Meine Mutter hatte mir vor ihrem Tod daraus
vorgelesen, einige der wenigen Erinnerungen, die ich an sie hatte. Auf
der ersten Seite klebte ein Foto von unserem alten Haus, vor dem Mum Arm
in Arm mit meinem Vater stand.
Nun lebte ich woanders, und dieses
Zimmer hier war zu meinem Rückzugsort geworden. Auf dem Boden lagen
einige Klamotten verstreut, obwohl ich für gewöhnlich Ordnung hielt, und
an einigen Stellen klebte noch der Klebestreifen, mit dem meine Poster
berühmter Comic-Helden angebracht gewesen waren und die ich vor Kurzem
erst entfernt hatte. Ich wurde schließlich auch einmal erwachsen. Somit
sah es hier aus, wie es eben in einem normalen Zimmer bei einem normalen
Mädchen von siebzehn Jahren aussieht.
Nur dass ich nicht normal war.
Nicht dass ich es nicht versucht hätte, das hatte ich. Das tat ich
immer noch. Aber seit ich denken konnte, war ich anders als die anderen
Kinder, denen ich begegnete. Vielleicht lag es daran, dass ich von
meiner verrückten Tante aufgezogen wurde. Vielleicht aber auch daran,
dass ich eine Hexe war. Jedenfalls sagte das Tante Amalia.
Etwas benommen ließ ich das Buch in meinen Koffer
fallen.
Es nützte nichts, ich konnte heute einfach nicht still sitzen. Diese
innere Unruhe hatte mich jetzt schon seit Tagen gepackt. Und mit jedem
Tag, mit dem der 5. August näher rückte, wurde es schlimmer. Etwas
planlos lief ich durch mein Zimmer und sammelte eine rote Hose auf, nur
um sie wieder achtlos aufs Bett fallen zu lassen.
Als ich am Fenster
vorbeikam, warf ich einen Blick nach draußen. Dunkle Wolken rollten
schwerfällig über den Himmel und nahmen der Sonne jegliche Kraft. Ich
seufzte innerlich. Aber was sollte man in Langfield, einer Kleinstadt in
Südengland, auch anderes erwarten. Ich drückte die Stirn gegen die
angenehm kühle Scheibe und sah in unseren Vorgarten.
Tante Amalia hatte schon immer einen eigenen Stil, der sich auch, zum Leidwesen aller Nachbarn, in unserem Garten zeigte.
Ich
liebte diesen Ort. Allerlei Gewächse und Pflanzen ließen ihn zu jeder
Jahreszeit blühen, überall hingen Zierkugeln, Solarleuchten und Bänder
in den zahlreichen Obstbäumen.
Doch das Schönste war?: Niemand konnte
einen von der Straße aus beobachten, da der hohe Holzzaun mit dem
dichten Efeubewuchs die Sicht hinderte. Das war es auch, was die
Nachbarn so störte. Nicht die Tatsache, dass Tante Amalia ihr eigenes
grünes Paradies geschaffen hatte, sondern dass sie ihre Neugier nicht
befriedigen konnten. Klatsch und Tratsch über die Nachbarn gehörte zum
Alltag. So war es hier nun einmal. Hier war jeder perfekt. Zumindest gab
es jeder vor. Die Häuser in der Straße glichen sich, und die Vorgärten
waren ähnlich einem Schachbrett aneinandergereiht und gut sichtbar für
jedermann. Natürlich mit perfekt gemähtem Rasen.
Unser Haus dagegen war eben anders. Und wir waren anders, weshalb wir gemieden wurden.
In
der Schule war ich immer nur das seltsame Mädchen aus dem letzten Haus
der Jefferson Street. Das Mädchen, deren Eltern kurz nach ihrer Geburt
umgekommen waren. Das Mädchen, deren Tante überall Amulette und Kräuter
aufhängte, um böse Mächte abzuwehren. Das Mädchen, um das herum seltsame
Dinge passierten.
Ich wandte mich vom Fenster ab und machte mich auf
den Weg durch den Flur, die Treppe hinunter und in die Küche. Seit
Tagen verspürte ich keinen Hunger, doch heute machte sich ein kleines
Grummeln in meinem Magen bemerkbar.
Meine Tante, Amalia Bailey, stand
am Tresen und zündete wieder eines ihrer zahlreichen Räucherstäbchen
an. Die kühle Brise aus dem geöffneten Fenster wehte den Lavendelduft zu
mir herüber und kündigte gleichzeitig Regen an. Überall in unserem Haus
hingen Glücksbringer und Amulette, die Einrichtung war eine Mischung
aus Altem und Neuem, darunter auch einige kuriose Stücke. Die antiken
Möbel und die selbstgemachten Dekorationen aus schimmernden Materialien
sorgten nicht nur für Gemütlichkeit, sondern strahlten auch eine
verhaltene Eleganz aus, sagte Amalia immer. Ich betrachtete es eher als
vollgestopft mit allerlei Schnickschnack, aber mit der Gemütlichkeit
hatte sie recht. Als ich eintrat, schaute sie kurz auf und lächelte.
»?Hallo, Schatz, hast du Hunger?? Ich wollte gerade Sandwiches machen.?«
Ich nickte und setzte mich an den Tresen. »?Ja, danke.?«
Während
sie die Zutaten zusammensuchte, beobachtete ich sie. Sie war die
Schwester meiner Mutter Silva, und obwohl Tante Am schon auf die
fünfzig zuging, sah sie immer noch äußerst gut aus. Sie war groß und
schlank, und während Mum und sie kurze rote und lockige Haare hatten,
fielen mir meine in einem dunklen Braun über die Schultern. Nur unsere
Augen hatten dieselbe Farbe, ein schimmerndes Grün, das an saftige
Wiesen erinnerte.
Tante Am schaute mich an und runzelte die Stirn.
»?Du siehst aus, als hättest du tagelang nicht richtig geschlafen,
Liebes?! Machst du dir etwa immer noch Gedanken wegen der Akademie???«
Sofort bildete sich wieder der Kloß in meinem Hals, und ich konnte nur nicken. Tante Amalia sah mich mitleidig an.
»?Jillian, du wirst es schaffen. Wenn du erst unter deinesgleichen bist, dann wirst du ganz schnell Freunde finden.?«
»?Schon,
aber es ist so weit weg . . .?« Und da sind Monster. Ich schob den
letzten Gedanken beiseite. Genau genommen wusste ich nicht einmal, wo
sich diese Schule genau befand. Irgendwo in Englands Wäldern, versteckt
vor den Menschen. Man konnte es nicht einmal richtig Schule nennen.
Eher ein Internat. Oder ein Trainingslager. Irgendetwas dazwischen.
Obwohl
ich in der Highschool und der Stadt nie wirklich Anschluss gefunden
hatte, konnte ich hier immer noch in unser Haus und den liebevoll
gestalteten Garten flüchten. Ich lebte bei Tante Amalia, seit ich denken
konnte. An meine Eltern konnte ich mich nicht erinnern, aber Tante Am
versuchte seit jeher, mir ein guter Ersatz zu sein. Ich liebte ihre
fürsorgliche Art und fühlte mich geborgen in ihrer Nähe. Und nun sollte
ich woanders wohnen?? Ich wusste ja nicht einmal, was dort auf mich
zukommen sollte.
»?Ach Jill, als ich in deinem Alter war, ging es mir
genauso. Doch diese Schule ist wirklich etwas Besonderes, und du
brauchst diese Ausbildung, um dich zu schützen?! Es wird nicht lange
dauern, dann hast du dich dort eingelebt. Glaub mir, es gibt dort so
viel zu entdecken?!?«
Sie lächelte mir aufmunternd zu und hoffte,
meine Neugier geweckt zu haben. Ich brachte es nicht übers Herz, sie vom
Gegenteil zu überzeugen. Tapfer lächelte ich zurück und nahm das
Sandwich entgegen, das sie mir reichte. Bloß schnell raus hier, bevor
die Fassade bröckeln konnte.
»?Ich gehe noch in die Bibliothek. Soll ich auf dem Rückweg etwas aus dem Supermarkt mitbringen???«
Mit
einer Hand versuchte ich, mir meine Jacke überzuziehen, ohne das
Sandwich fallen zu lassen. Der leichte Anflug von Hunger war wie
weggeblasen.
»?Nein danke, Schatz, aber bleib nicht so lange weg. Man
sollte meinen, du hast schon alle Bücher gelesen, so oft, wie du in den
letzten Wochen dort warst.?« Tante Am schüttelte amüsiert den Kopf und
wandte sich wieder den Sandwiches zu. Im Flur warf ich einen kurzen
Blick in den Garderobenspiegel.
Grüne Augen blickten mir aus einem
bleichen, schmalen Gesicht entgegen. Im Großen und Ganzen war ich mit
meinem Aussehen zufrieden, auch wenn ich mir nie besonders viel aus
Make-Up und Mode gemacht hatte. Meine dunkelblaue Jeans, der schwarze
Pullover und die dünne Lederjacke waren weder richtig angesagt noch
aus der Mode gekommen. Im letzten Jahr hatte ich mir ein Nasenpiercing
stechen lassen, einfach weil mir der kleine Ring gefiel und ich
wenigstens ein bisschen auffallen wollte. Und weil ich zugegebenermaßen
eine Trotzphase hatte, die jedoch schnell vorbei war. Hätte ich doch
vorher gewusst, wie das wehtut?!
Ich ging nach draußen, und sofort
fing der leichte Nieselregen an, meine Haut zu durchnässen. Ich machte
mir nicht die Mühe, einen Schirm mitzunehmen. Wenn man in Langfield
aufwuchs, gewöhnte man sich daran, ständig nass zu werden. Ich atmete
tief durch, in der Luft hing noch immer der Geruch nach frisch gemähtem
Gras. Langsam schlenderte ich die Straße entlang, die Blicke der
Nachbarn aus den Fenstern wohlweislich auf mir spürend. Provokativ
klatschte ich mein Sandwich in eine der Tonnen am Straßenrand. Sollten
sie sich doch aufregen.
Tante Am hatte recht. Seit meinem siebzehnten
Geburtstag im Juni war ich jede freie Minute in der Bibliothek
gewesen, um alles über Mythologie und magische Wesen zu lesen, was ich
finden konnte. Kein Wunder nach dem, was meine Tante mir an diesem Tag
eröffnet hatte. Noch heute fragte ich mich, ob es nicht doch alles ein
riesengroßer schlechter Scherz war. Doch ich wusste es besser. Ich ließ
den Abend meines Geburtstags Revue passieren.
Ich saß mit Tante Am
auf dem kuscheligen Sofa und packte die Geschenke aus. Nachdem ich mich
gebührend über meinen neuen iPod von Tante Am gefreut hatte, wandte ich
mich dem letzten kleinen Päckchen zu. Es stellte sich heraus, dass es
eine kleine silberne Kette mit einem runden Anhänger enthielt, der in
einem dunklen Blau schimmerte. Die Kette war in ihrer Schlichtheit
wunderschön, und ich legte sie sofort um den Hals, wo sie sich an die
Kuhle zwischen meinen Schlüsselbeinen schmiegte.
»?Sie gehörte deiner
Mutter. Du hast sie an dem Abend getragen, an dem man dich zu mir
brachte, und ich habe sie für dich aufbewahrt. Sie dient dem Schutz vor
der Dunkelheit und hat magische Kräfte.?«
Ja klar, Tante Am und ihr
Magiefimmel wieder. Trotzdem freute ich mich wahnsinnig. Ich hatte nur
sehr wenig, was mich an meine Eltern erinnerte. Durch ein paar alte
Bilder wusste ich nur, wie sie ausgesehen hatten, aber jedes Mal, wenn
ich Tante Am nach ihnen fragte, begann sie zu weinen. Ich berührte den
kühlen Stein an meinem Hals und lächelte – bis Tante Am die Bombe
platzen ließ.
»?Jill, es ist an der Zeit, dir von der verborgenen
Welt und deinen Fähigkeiten zu erzählen, auch wenn es mir lieber wäre,
ich könnte dich noch einige Jahre damit verschonen.?«
Ich sah einen Augenblick lang einen traurigen Ausdruck in ihren Augen, vielleicht war es aber auch der Schein des Kaminfeuers.
»?Du wurdest als Hexe geboren.?«
Stille. Ich schaute sie einen Moment lang verwirrt an, dann räusperte ich mich.
»?Wie bitte???«
War
sie jetzt völlig durchgeknallt?? Ich hatte ja schon so eine Vermutung,
aber das ging nun wirklich zu weit. Ich wusste nicht, ob ich es als
Scherz abtun und lachen sollte, oder ob ich mir ernsthaft Sorgen um
Tante Am machen musste.
»?Ich wünschte, es wäre anders, mein Kind?«,
entschuldigte sie sich, und diesmal war ich mir sicher, den Unmut
darüber in ihren Augen lesen zu können. Und dann begann sie zu erzählen.
»?Es gibt sie alle, ob Fee oder Kobold, Vampir oder Werwolf. Wir
gehören zu den Verborgenen. Du bist eine Hexe, genau wie deine Mutter es
war und ich es bin. Es mag unglaublich klingen, aber wenn du tief in
dein Innerstes schaust, dann weißt du, dass es stimmt.?«
Ich schaute
sie nur weiterhin mit großen Augen an. Ich wusste nicht, was ich denken
sollte. Klar war ich schon immer anders, es passierten ständig
unheimliche Sachen in meiner Nähe, aber das???! Nie im Leben . . .
Gerade
wollte ich zu einem Protest ansetzen, als Tante Amalia mit einem Mal
sämtliche Lichter im Raum ausgehen ließ. Selbst das Feuer im Kamin
erlosch in einem Atemzug. Vor Verblüffung blieben mir die Worte auf der
Zunge liegen. Mein erster Gedanke galt einem Stromausfall, doch dann
bildete sich langsam eine Kugel aus gleißend hellem Licht vor mir und
wurde etwa so groß wie ein Fußball, der den ganzen Raum erleuchtete. Sie
schwebte da einfach so, und mir blieb die Spucke weg.
»?Was ist das denn???«
Mit
einem Mal erlosch die Kugel, und sowohl die Lampen als auch der Kamin
strahlten wieder das übliche gedämpfte Licht aus. Toller Trick?!
»?Das
ist es, was wir Hexen können?«, erklärte Tante Am, »?aber all das Zeug,
das die Sterblichen mit Zauberei verbinden, ist ausgedachter Unfug. Wir
können keine Hasen aus Hüten zaubern, weiß der Geier, wie sie darauf
kommen. Aber wir verfügen über eine Energie, die sich mit der richtigen
Ausbildung lenken und beherrschen lässt. Das Licht, das du gerade
gesehen hast, war ein Energiebündel.?«
Ich schwieg lange, während die
Uhr auf dem Kaminsims unaufhörlich vor sich hin tickte. Tante Am gab
mir Zeit, um über das Gesagte nachzudenken. Ich wartete immer noch
darauf, dass sie »?April, April?!?« rief und sich köstlich über ihren
gelungenen Scherz amüsierte. Aber woher kam dann das, wie nannte sie es
gleich, Energiebündel?? Für einen Moment lang zog ich es ernsthaft in
Erwägung, ihr ein Stück weit zu glauben.
War es das also?? Der Grund,
warum in meiner Nähe ständig Dinge platzten, wenn ich zornig wurde. Und
der Grund, warum Tante Am mein Leben lang versucht hatte mir
beizubringen, meine Gefühle zu beherrschen. Wow, das war ja mal eine
Neuigkeit. Nicht, dass ich sie wirklich geglaubt hätte.
»?Also gut, nehmen wir mal an, ich bin eine Hexe . . .?«
Es
hörte sich einfach nur total albern an, doch irgendetwas gab mir das
Gefühl, heute einige der Antworten zu finden, die ich schon seit Jahren
gesucht hatte. Die Antwort auf die Frage, wer oder was ich war.
»?. . . wieso hast du es mir nicht schon früher gesagt???«
»?Um dich zu schützen, mein Kind?«, lenkte Tante Amalia ab.
»?Wovor???« Jetzt wollte ich auch alles wissen.
Tante
Am seufzte und goss sich eine Tasse dampfenden Tee aus der
Porzellankanne ein, die auf dem kleinen Couchtisch vor uns stand. »?Vor
den Dämonen . . .?«
Mir schwirrte der Kopf. Jetzt auch noch Dämonen??
»?Oder vielleicht sollte ich lieber Halbdämonen sagen. Wir nennen sie Chímairas oder Mairas.?«
»?Aha . . . und wo kommen die Halbdämonen her?? Und vor allem, was ist die andere Hälfte???«
Tante
Am zog ein Gesicht, als wollte sie über dieses Thema lieber nicht
sprechen. Trotzdem versuchte sie, es mir zu erklären. »?Die Mairas
sind entstanden aus Dämonen und Menschen, durch die Dummheit
machtgieriger Dämonenbeschwörer.?« Sie schüttelte angewidert den Kopf.
»?Mairas sind böse und machen Jagd auf alles, was auch nur ein bisschen
Intelligenz besitzt. Sie sind einzig und allein auf der Welt, um anderen
das Leben auszusaugen und sich davon zu ernähren.?«
Ich starrte sie
stumm an. Oh Gott, heute Nacht würde ich mit Sicherheit kein Auge
zumachen. Es hörte sich wie ein schlechter Horrorfilm an. Moment mal.
Begann ich wirklich, diesen Unfug zu glauben??
»?Müssten dann nicht ständig irgendwelche Leute verschwinden???«, fragte ich skeptisch.
»?Ab und zu tun sie das, aber wir sind Gott sei Dank nicht schutzlos. Die Verborgenenorganisation kümmert sich darum.?«
Die
wer?? War das eine Art Polizei?? Doch bevor ich fragen konnte, erzählte
sie mir schon von der Welt, deren Existenz ich bisher nicht einmal
erahnt hatte.
Die Verborgenenorganisation, im Allgemeinen nur VO
genannt, war tatsächlich so etwas wie eine eigene Regierung unter den
Übernatürlichen, die für die Verwaltung, den Schutz vor Dämonen und die
Geheimhaltung vor den Normalsterblichen zuständig war.
Tante Am
beschrieb auch die Schule, die ich ab August besuchen würde. Die
Schule für Freaks, schoss es mir durch den Kopf, bis mir einfiel, dass
ich ja angeblich auch dazugehören sollte. Ich hatte an diesem Abend noch
tausend Fragen, doch irgendwann hatte ich das Gefühl, mein Kopf würde
jeden Moment platzen, und verkroch mich in meinem kuscheligen Bett. Das
war einfach alles zu absurd, um wahr zu sein. Und doch hatte ich die
Energiekugel von Tante Am gesehen. Kopfschüttelnd schloss ich die Augen
mit dem Gedanken, dass mein Leben wirklich noch sehr interessant zu
werden schien.

Zitat,
Der Schreibstil lässt sich locker und flüssig zu lesen. Jillians Art
konnte mich schon sehr früh begeistern. Spannung, Humor und Liebe werden
in diesem Buch perfekt verbunden. Dazu noch die schöne Story. Dieses Buch war eine super Mischung aus Harry Potter, Der Mythos-Academy-Reihe und Twilight.
Jillian ist eine super Protagonistin. Sie ist stark, selbstbewusst und
etwas ganz besonderes. Erst vor kurzen hat sie erfahren, dass sie eine
Hexe ist. Nun wird sie von ihrer Tante Am auf die Winterfold Akademie
geschickt, um ihre Kräfte besser kennen zu lernen. Dort findet sie auch
sehr schnell Freunde, was ihr an ihrer ursprünglichen Schule nicht
gelungen ist.
Wie zu erwarten ist Jill etwas ganz besonderes und
bekommt dadurch einige Probleme. Bevor sie überhaupt auf die Schule
kommt, macht sie Bekanntschaft mit den Monstern, den Halbdämonen Mairas.
Diese wollen allen die Prana, also ihre innere Kraft, aussaugen. Die
Organisation, die sich um die Verborgenen ( Hexen, Vampire und
Mondkinder) kümmert, die VO, wird für Jill auch aufgrund des Direktors
Mr. Cole zum Problem.
Was mich störte dass Jillian nahezu perfekt zu sein scheint. Sie kann alles. Das kommt nicht Authentisch rüber und man hat nicht wirklich die Möglichkeit sich in ihr rein zu versetzen. Da Sie zu Perfekt ist.
Bitter & Sweet – Mystische Mächte ist der erste Teil einer Reihe, der zweite Teil erscheint bereits im August diesen Jahres.
Ich kann das Buch durchaus empfehlen an Leser, die gerne Jugendfantasy mögen.
Danke an Piper Verlag Gmbh das wir dieses Buch Kostenlos Vorstellen durften